Angriff per Email 2.0

Seit einigen Tagen erhalten viele Nutzer Zahlungsaufforderungen per Email für angeblich abgeschlossene Abonnements. Unberechtigte Zahlungsaufforderungen per Email sind grundsätzlich nichts Neues. Dennoch sind aktuell viele Empfänger verunsichert, da die Emails in der Anrede den vollständigen und zumeist korrekten Namen des Empfängers verwenden und die Emails sich auch sonst durch fehlerfreie Rechtschreibung und klare Ausdrucksweise von üblichen Betrugsmails unterscheiden. Doch es ist Vorsicht geboten, denn der Anhang, eine Datei im zip Format, enthält Schadsoftware. Die entsprechenden Emails sollten sofort gelöscht werden.

Eine solche Betrugsemail von einer berechtigten Zahlungsaufforderung zu unterscheiden wird immer schwieriger. Dies gilt vor allem, da immer mehr Dienstleister oder Verkäufer im Internet tatsächlich Zahlungsaufforderungen per digitaler Post verschicken. Hinzu kommt, dass der Anhang der Email nicht zu Rate gezogen werden kann, da bei Überprüfung des Anhangs die Schadsoftware bereits den eigenen Computer infizieren kann. Wer eine verdächtige Email mit Anhang erhalten hat und sich nicht sicher ist, ob es sich um einen Betrugsversuch oder eine berechtigte Forderung handelt, der sollte daher auf keinen Fall sofort den Anhang herunterladen oder öffnen.

Zunächst sollte überprüft werden ob ein Vertrag mit dem Versender geschlossen wurde. Soweit ein Vertragsschluss mit dem Absender sicher ausgeschlossen werden kann, sollte die Email unmittelbar gelöscht werden. Kann nicht sicher ausgeschlossen werden, dass ein entsprechender Vertrag im Internet abgeschlossen wurde, dann sollte der Text der Email genauer in Augenschein genommen werden. Die aktuell versandten Emails enthalten zwar einen Firmennamen, aber weder eine Firmenadresse noch sonstige Angabe wie bspw. eine Steuernummer.

Haben Sie eine Email erhalten und sind sich nicht endgültig sicher ob es sich um eine berechtigte Zahlungsaufforderung handelt? Wir überprüfen ob die von Ihnen erhaltene E-Mail Nachricht ernst zu nehmen ist, ob es sich um einen Betrugsversuch handelt oder ob Schadsoftware enthalten ist pauschal für 30,- € pro Email.

 

Muster einer aktuell versendeten Zahlungsaufforderungen mit Schadsoftware im Anhang:

Sehr geehrter Vertragsnehmer Vorname Zuname,

wir bedanken uns herzlich, dass Sie uns Vertrauen geschenkt haben.

Die Rechnung ist innerhalb von 7 Tagen zu begleichen. Im Anhang finden Sie nochmal die Rechnung mit unseren Daten. Falls Ihnen unsere Dienste nicht gefallen, können Sie ohne Probleme innerhalb von einem Monat mit Hilfe des der beigefügten Datei den Vertrag stornieren.

Die 30 tägige Beitragszahlung beträgt 29,99 €. Die Laufzeit Ihres Vertrags beträgt 12 Monate und könnte jeweils zum Monatsende gekündigt werden. Wir weisen Sie freundlich darauf hin, dass durch die Annahme der AGBs von Video Plattform GmbH ein gültiger Vertrag abgeschlossen wurde.

Sollten wir weder eine Zahlung, noch eine Kündigung innerhalb von 7 Tagen erhalten, werden wir die Gebühren des Mahnverfahrens und Verzugszinsen Ihnen in Rechnung stellen müssen.

Wir wünschen Ihnen weiterhin gute Unterhaltung auf unserer Plattform.

Mit freundlichen Grüßen.

PayOnline Service GmbH Marvin Weiß
Video Plattform GmbH

 

Weitere angegebene Absender sind bspw. 

  • Video-on-Demand Mediathek AG
  • Download Center GmbH
  • PayOnline Office GmbH